Heute vermuten Experten, dass die Migräne eine Krankheit mit erblicher Anlage ist. Das erklärt auch, warum die Migräne nicht heilbar ist. Es ist lediglich möglich, akute Migräneattacken zu behandeln oder den Attacken durch eine prophylaktische Therapie vorzubeugen. Allerdings tritt die Migräne nicht bei jedem Menschen mit dieser Erbanlage auf. Haben Menschen jedoch diese Veranlagung für Migräne, können sie auf bestimmte Reize aus der Umwelt mit einer Migräne-Attacke reagieren. Solche Reize, auch Trigger genannt, können eine Migräneattacke auslösen, müssen es aber nicht. Dabei dürfen Trigger nicht mit den eigentlichen Ursachen einer Migräne verwechselt werden.

Bei der Migräne handelt es sich um ein komplexes Ungleichgewicht zwischen erregenden und hemmenden chemischen Botenstoffen (sog. Neurotransmittern) im zentralen Nervensystem, das mit einer Übererregbarkeit der Hirnrinde einhergeht.


Bei Migränepatienten können Trigger die Aktivivierung einer Schmerzkaskade auslösen und zu einer Art Aufschwemmung und Entzündung des Hirngewebes und der Hirnhäute führen. Diese Entzündung verursacht Schmerzimpulse, die ausstrahlen und den typischen Migränekopfschmerz bewirken. Die Schmerzempfindlichkeit ist derart gesteigert, dass die normale Pulsschlagwelle des Blutes als pulsierender Schmerz empfunden wird.


Mögliche Trigger, biologische Faktoren, Umwelteinflüsse, können sein:

  • Stress
  • Klimatische Bedingungen
  • Körperliche Anstrengung
  • Alkoholika
  • Nahrungsmittel
  • Hormonelle Schwankungen
  • Veränderung des Schlaf-Wachrhythmus

Die meisten Migränepatienten können ihre Migräneattacken solchen Triggern zuordnen und versuchen, sie soweit möglich zu meiden. Sie sind individuell sehr unterschiedlich.

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