Vor allem bei Frauen können Hormonschwankungen das Auftreten von Migräneattacken begünstigen. Dabei kann es sein, dass Migräneattacken grundsätzlich und ausschließlich im zeitlichen Zusammenhang mit der Menstruation auftreten. Die Attacken beginnen dann während der Periode oder zwei Tage davor oder danach. In diesem Fall spricht man von einer sog. menstruellen Periode. Das ist bei ca. sieben Prozent der betroffenen Frauen der Fall 1. Es kann aber auch sein, dass die Migräneattacken zum Zeitpunkt der Periodenblutung gehäuft auftreten aber eben auch zu anderen Zeiten.
Der Einfluss der "Pille" auf derartige Migräneattacken ist sehr unterschiedlich und im Einzelfall nicht vorhersehbar 2. Wenn Betroffene bei sich selbst einen Zusammenhang zwischen dem Zyklus beziehungsweise der hormonellen Verhütung und dem Auftreten von Migräne-Attacken beobachten, sollten sie sich ärztlichen Rat einholen.
Bei der Mehrzahl der Frauen bessert sich eine hormonell bedingte Migräne während einer Schwangerschaft.

1Quelle: Freye, Reimund: "Hormonelles Dauergrollen im Kopf. Behandlung von hormonabhängigen Migräne-Attacken." In: Ärztliche Praxis vom 3.12.2003, abrufbar unter www.aerztlichepraxis.de

2Migräne Ein Buch mit sieben Siegeln?, Ch. Diener, Thieme Verlag, 3. Aufl. 2002

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