Für Menschen, die besonders häufig von Migräne betroffen sind oder unter sehr starken Schmerzen während der Attacken leiden, bedeutet Migräne eine erhebliche Einschränkung ihrer Lebensqualität. Oft sind die Betroffenen auch in der Zeit zwischen den Migräne-Episoden beeinträchtigt, weil sie in ständiger Sorge und Angst vor der nächsten Migräne-Attacke leben. So bestimmt die Migräne auch den Alltag während der Attacken und damit das ganze Leben. Menschen mit einer solchen "Häufig-Migräne" können ihren Attacken vorbeugen. Moderne Medikamente zur Migränevorbeugung können helfen, die Attacken in ihrer Anzahl, ihrer Dauer und ihrer Intensität zu minimieren. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie 1 empfehlen eine Migränevorbeugung bei besonderem Leidensdruck und Einschränkung der Lebensqualität:

  • bei drei und mehr Migräne-Attacken pro Monat,
  • bei Migräneattacken, die regelmäßig länger als 72 Stunden anhalten,
  • bei Attacken, die auf eine Akuttherapie (auch mit Triptanen) nicht ansprechen und/oder deren Nebenwirkungen nicht toleriert werden,
  • bei Zunahme der Attackenfrequenz und Einnahme von Schmerz- oder Migränemitteln an mehr als zehn Tagen im Monat,
  • bei lang anhaltenden Auren


 

1 Therapieempfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft und Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Download unter www.dgn.org
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