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Topiramat ist das neueste Arzneimittel, das zur Migränevorbeugung zugelassen wurde. Es ist ein bewährter Wirkstoff, mit dem weltweit bereits über 4 Millionen Menschen in unterschiedlichen Anwendungsgebieten behandelt wurden. Zur Vorbeugung einer Migräne eignet sich Topiramat, da es sich positiv auf die bei Migränepatienten vorhandene Übererregbarkeit des Gehirns auswirkt. Es bringt die ins Ungleichgewicht gebrachten Botenstoffe im Gehirn wieder ins Lot und wirkt somit wie ein Schutzschild gegenüber äußeren Reizen.
Die Wirkung des Medikaments kann bereits nach einem Monat vorbeugender Einnahme einsetzen. Die Häufigkeit der Attacken konnte in den Untersuchungen bei jedem zweiten Patienten mindestens halbiert werden und bei jedem vierten Patienten war die Anfallshäufigkeit um 75 Prozent verbessert, einige Betroffene wurden sogar attackenfrei. Dabei wurden neben der Attackenhäufigkeit auch die Dauer und die Intensität positiv beeinflusst. Es tritt keine therapiebedingte Gewichtszunahme auf und auch Blutdruck und Kreislauf werden nicht spürbar verändert. Als häufigste Nebenwirkungen von Topiramat können u.a. Kribbelgefühle in Armen und Beinen, sogenannte Parästhesien, auftreten, die in der Regel leicht ausgeprägt sind, insb. zu Therapiebeginn oder bei Dosisanpassung auftreten und im Verlauf der Therapie meist abklingen. Durch kaliumreiche Ernährung mit Bananen oder Trockenobst kann das Kribbeln positiv beeinflusst werden.
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