Klassischerweise verläuft eine Migräne in drei bis vier Phasen: Unterschieden werden:
- Ankündigungsphase (Prodromalphase),
- Aura,
- Kopfschmerzphase (Kephalgie)
- Erholungsphase.
In der Prodromalphase treten noch keine Schmerzen auf, vielmehr können Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen oder auch Appetitstörungen wie Heißhunger eine herannahende Migräne-Attacke ankündigen.

Wer an der Migräne mit Aura leidet, erlebt in einer Zwischenphase neurologische Störungen. Die Seh- und Sprachfähigkeit können beeinträchtigt sein sowie Lähmungserscheinungen auftreten. Häufig sehen die Betroffenen Lichtblitze.

Als nächstes tritt die eigentliche Kopfschmerz-Attacke auf, begleitet von Übelkeit, Geräusch-, Licht- und Geruchsempfindlichkeit. Die Kopfschmerzen beginnen oft morgens, haben nach 15 Minuten bis ca. 2 Stunden ihre maximale Stärke erreicht und dauern 4-72 Stunden an. Bei den meisten Patienten sind die Kopfschmerzen einseitig. Sie werden durch körperliche Aktivität verstärkt, so dass die Patienten den Wunsch haben, sich zurückzuziehen.

Die Rückbildungsphase mit Symptomen wie Erschöpfung und Leistungsminderung wird bisweilen als weitere Phase der Migräne betrachtet: Bis zur vollständigen Erholung können noch einmal zwölf bis 24 Stunden vergehen.


Patienten müssen nicht bei jeder Attacke zwangsläufig alle Stadien durchlaufen. Es ist möglich, dass teilweise nur einzelne Stadien auftreten.

