Viele Schmerzmedikamente dieser Rubrik sind frei verkäuflich. Bei leichten und mittelschweren Migräne-Attacken helfen oft Analgetika wie Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol oder Ibuprofen. Auch nicht-steroidale Antirheumatika, kurz NSAR, kommen bei hierbei zum Einsatz. Typische Wirkstoffe aus der Gruppe der NSAR sind Naproxen, Naproxen-Natrium oder Diclofenac.
Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft empfiehlt zur Selbstbehandlung der Migräneattacke:
- Einzeldosis mit 1000 mg Acetylsalicylsäure
- Einzeldosis mit 400 mg Ibuprofen
- Einzeldosis mit 1000 mg Paracetamol
- Einzeldosis der fixen Kombination aus 500 mg Acetylsalicylsäure + 500 mg Paracetamol + 130 mg Coffein (oder ähnliche Dosierungen)
Acetylsalicylsäure sollte am besten als Brause- oder Kautablette eingenommen werden. In diesen Darreichungsformen wird der Wirkstoff schneller vom Körper aufgenommen. Paracetamol wird oft besser in Zäpfchenform vertragen.


Da Analgetika und NSAR den Kopfschmerz bekämpfen, nicht aber die Begleiterscheinungen der Migräne wie zum Beispiel Übelkeit und Erbrechen, kann die Kombination mit Medikamenten gegen Brechreiz (Antiemetika) sinnvoll sein. Häufig geht die Migräne auch mit Störungen der Magen-Darm-Tätigkeit einher, was zu Aufnahmestörungen der eingenommenen Medikamente führen kann. Bei beiden Symptomen helfen erschreibungspflichtigen Medikamente mit den Wirkstoffen Metoclopramid oder Domperidon.


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