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Mutterkornalkaloide sind in Getreideähren von Roggen, Gersten und Hafer vorkommende Stickstoffverbindungen. Sie werden seit mehr als 50 Jahren zur Migräne-Behandlung eingesetzt. Typische Vertreter sind Ergotamintartrat oder Dihydroergotamin. In Deutschland gibt es nur noch ein ergotaminhaltiges Präparat: Ergotamin-Tartrat. Laut der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) sind Mutterkornalkaloide bei Migräne nicht so wirksam wie Triptane1. Ihre Verwendung wird nur bei sehr lang andauernden Migräne-Attacken empfohlen oder bei solchen, die häufig wiederkehren. Es ist somit eine Ausweich- oder Reservesubstanz. Mutterkornalkaloide können die Übelkeit bei Migräne verschlimmern und bei gehäufter Einnahme Dauerkopfschmerzen verursachen, die von der Migräne nicht zu unterscheiden sind. Mutterkornalkaloide sollten nicht öfter als zehn Tage im Monat eingenommen werden. 2.
1 Therapieempfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft und Deutschen Gesellschaft für Neurologie . Download unter
www.dgn.org
2 Therapieempfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft und Deutschen Gesellschaft für Neurologie . Download unter
www.dgn.org
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