Migräne-Wissen / Wie lässt sich Migräne akut behandeln? Grundsätzlich sollte die Therapie der Migräne auf drei Säulen stehen:
- Behandlung der akuten Symptome (Attackenbehandlung; Akuttherapie)
- Vorbeugende Behandlung
- nicht medikamentöse Maßnahmen
Akuttherapie: Bei der Behandlung der akuten Symptome (Attackenbehandlung) hat es sich als allgemeine Maßnahme bewährt, wenn sich die Patienten in einen abgedunkelten, geräuscharmen Raum zurückziehen. Kühlende (Eis-)Kompressen sind ebenfalls sinnvoll. Vielen Patienten hilft es, wenn sie versuchen, während der Attacke zu schlafen.

Bei leichten bis mittelschweren Migränekopfschmerzen sind sog. Nichtopioidanalgetika wie Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Diclofenac-K oder Paracetamol ausreichend. Die heute am häufigsten empfohlenen Medikamente zur Behandlung von starken, akuten Migräne-Schmerzen sind Triptane. Dennoch kann bei manchen Patienten der Einsatz anderer Medikamente sinnvoll sein, denn die Erscheinungsformen der Migräne sind sehr vielfältig. Mit ein wenig Geduld kann man aber gemeinsam mit dem behandelnden Arzt das Medikament oder die Kombination von Arzneimitteln finden, die jeweils am besten geeignet ist.

Erfolgskriterien für eine erfolgreiche Behandlung einer Migräneattacke sind laut Deutscher Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) und Deutscher Gesellschaft für Neurologie (DGN):
- Freiheit von Kopfschmerzen nach zwei Stunden
- Besserung der Kopfschmerzen von schwer oder mittelschwer auf leicht oder schmerzfrei innerhalb von zwei Stunden nach Applikation des Medikamentes.
- Die Wirkung soll bei zwei von drei Migräne-Attacken eintreten 1.
Folgende Medikamentengruppen werden für die Akuttherapie der Attacken empfohlen:


Medikamentöse Therapie:
Bei akuten Migräneattacken braucht der Patient in der Regel eine medikamentöse Therapie.

1 Quelle: Therapieempfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft und Deutschen Gesellschaft für Neurologie . Download unter www.dgn.org

